Montag, 24. November 2008

Meiden Sie den Umgang mit negativen Menschen

eder Mensch besitzt ein einzigartiges Potenzial. Grundlage für die individuelle Leistungsfähigkeit sind einerseits angeborene Eigenschaften wie Temperament und mentale Stärken, andererseits die im Lauf des Lebens erworbenen geistigen Schätze wie Wissen, Fertigkeiten, Erfahrung. Doch was Sie im Leben erreichen, darüber entscheidet wesentlich Ihre Einstellung - also mit welcher geistigen Energie Sie auf Ihre angeborenen und erworbenen Fähigkeiten einwirken. Erwarten Sie, dass Ihnen etwas gelingt, so wird dies oft auch eintreten – glauben Sie nicht daran, versagen Sie eher. Diese Erwartungen beruhen auf Ihren Überzeugungen und jenen Ihrer Umwelt. Die Summe unserer Überzeugungen - das »Selbstkonzept« - bestimmt unsere Realität, weil wir durch sie die Welt und uns selbst wie durch eine getönte Brille betrachten.



Wird ein Mensch seinem Selbstkonzept untreu, beginnt er sich unbehaglich zu fühlen und versucht unbewusst zu kompensieren. Gewinnt etwa jemand aus bescheidenen Verhältnissen in der Lotterie Millionen, wirft er oft so lange das Geld zum Fenster hinaus, bis er wieder in seiner »Komfortzone« angelangt ist. Was Sie sind, fußt demnach maßgeblich darauf, was Sie zu sein glauben. Um sich äußerlich zu verändern, müssen Sie deshalb zunächst Ihr Selbstkonzept im Innern verändern.

Denken auch Sie deshalb ab jetzt von sich so, wie Sie sein wollen! Nehmen Sie nicht länger einfach hin, wie Sie zu sein glauben.

Klären Sie doch einmal für sich, welche Werte und Eigenschaften für Sie wichtig sind und welche Sie gerne hätten; definieren Sie ein klares Selbstideal.

Alle Verhaltensweisen, Haltungen, Meinungen, Ängste, Werte und Glaubenssätze sind erlernt. Ein Mensch, der mit sehr viel Liebe und Vertrauen aufgewachsen ist, wird daher ein sehr viel positiveres Selbstkonzept entwickeln als jemand, der nur mit Bestrafung und Kritik erzogen wurde. Vielen Kindern wird immer wieder gesagt:
Du kannst das noch nicht! Du darfst das nicht! Die Überzeugung, die sich dadurch einprägt, lautet: Ich bin unfähig. Als Erwachsener äußert sich dies dann als Angst vor der Niederlage.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht. Da das Selbstkonzept erworben und nicht angeboren ist, können Sie es verändern - etwa durch eine andere Wortwahl im Denken. So sollten Sie nicht darüber nachsinnen, ob Sie etwas schaffen, sondern, wie Sie es erreichen.

Durchforsten Sie Ihre Umwelt und entscheiden Sie über Ihre geistige Nahrung. Meiden Sie den Umgang mit Menschen, die Sie in eine Negativspirale hineinziehen, selektieren Sie Ihren Medienkonsum nach optimistischen Kriterien.
Schaffen Sie sich eine geistige Welt, die zuversichtlich und positiv stimmt.

Besonders problematisch sind eingefahrene Denkweisen. Verändern Sie Ihre Art zu denken, und es verändert sich auch Ihr Leben.

Zum Schluss noch eine Hausaufgabe für alle, die ab jetzt ihr Ideal leben wollen: Konzentrieren Sie sich die nächsten drei Wochen darauf,
Ihre Gedanken, Handlungen und Worte den ganzen Tag über mit Ihren Zielen in Übereinstimmung zu halten. So viel Zeit benötigt Ihr Gehirn, um neue
Denkspuren zu legen. Wenn Sie die Geduld und Beharrlichkeit aufbringen, diese 21 Tage durchzustehen, haben Sie das Schwierigste schon gemeistert.

Mit freundlicher Genehmigung:
Frank M. Scheelen ist Managementberater und Buchautor

www.frank-scheelen.com

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